Ein klärendes Gespräch

Gespräch

Gestern kam es zu einem Gespräch zwischen mir und Mark. Er hatte mich darauf angesprochen, dass ich mich seit unserem Sex ihm gegenüber anders verhalten hätte. Und in dem Gespräch hat er mich überrascht. Doch der Reihe nach.

Ein Klopfen an der Tür

Ich saß gerade in meinem Zimmer an meinem Notebook, um etwas Uni-Kram zu erledigen, als es klopfte. Schließlich trat Mark herein und setzte sich zu mir aufs Bett. Er fragte, wie es mir gehen würde und ich antwortete ihm, es sei alles cool.

Er nickte kurz und entgegnete mir dann, dass er nicht das Gefühl habe, dass alles cool sei…zumindest nicht zwischen ihm und mir. Ich klappte mein Notebook zu, schaute ihn an und fragte, was denn sein Gefühl sei? Er nahm einen tiefen Atemzug und antwortete, dass ich angepisst auf ihn sei. Er würde dies an meinem Verhalten gegenüber ihm merken. Seit unserem Sex bemerke er, dass ich im aus dem Weg gehen würde. Und das täte ihm sehr leid, denn er hänge immer gerne mit mir rum oder würde gerne mit mir quatschen und Spaß haben. Das fehle ihm und da es alles seit dem Sex so sei, liege darin wohl das Problem.

Er hatte den Punkt nicht genau getroffen und so antwortete ich knapp zurück, dass es damit kein Problem bei mir gebe. Gab es auch wirklich nicht, ich hatte es selbst gewollt. Er murmelte ein kurzes „Okay“, gab sich aber nicht damit zufrieden. „Dann“, so führte er fort, „sei irgendwas danach passiert, das mich anpissen würde.“ Ich schaute ihn an und er mich. Ich fragte mich, worauf er hinauswollte. Dann fuhr er fort und sagte, dass ich mir vielleicht mehr danach erhofft hatte, er sich danach aber ein anderes Mädchen geschnappt hatte. Ich gab nur ein kühles „Vielleicht“ von mir.

Ein neugestarteter Neuanfang

Er fragte mich, was genau er falsch gemacht habe. Und für eine Sekunde lang, wollte ich ihn anschreien, dass er doch nur wieder hätte zu mir kommen müssen, dass er mich ganz für sich haben könnte, wenn er es denn nur wollte. Denn ich wollte es – verdammt nochmal. Aber ich schluckte es herunter und schaute nur zu Boden. Doch dann sagte er etwas, was mich überraschte.

Er entschuldigte sich für seinen Egoismus. Er sei aktuell absolut egoistisch, das wisse er. Er habe sich einen Schwur geleistet, dass er seine Studentenzeit in vollen Zügen genießen wolle. Und daran halte er sich, was bedeute, dass eine Beziehung oder etwas, das in diese Richtung gehe, für ihn gerade nicht in Frage komme. Der Spaß stehe an erster Stelle und die Devise, tun zu wollen, was immer er wolle. Er wisse, dass das egoistisch sei und andere verletzten könnte. Deswegen sage er jedem Mädel, das für ihn auch nicht mehr als Spaß drin sein. Auch mir habe er es gesagt (stimmt!), doch sein Gefühl sage ihm auch, dass er mich trotzdem verletzt habe. Das sei nicht sein Ziel gewesen. Er hoffe aber, dass ich ihm zumindest dahingehend verzeihen könnte, dass er sich mir gegenüber von Anfang ehrlich verhalten habe. Weiter bemerkte er, dass er mich als Menschen vermissen würde und er hoffe, dass wir einen Neustart machen könnten. Mit diesen Worten stand er auf und ging.

Als er die Tür hinter sich geschlossen hatte, kamen mir die Tränen. Er hatte Recht mit dem, was er gesagt hatte. Ich wusste, worauf ich mich eingelassen hatte, als ich mit ihm ins Bett ging. Ich hoffte dennoch, er würde sich für mich entscheiden, denn ich hatte ein gutes Gefühl bei uns. Dass er es nicht tat, machte mich sauer, aber ich gebe zu, er war ehrlich.

Ich wischte mir die Tränen weg und dachte nochmal drüber nach und musste mir eingestehen, dass ich das Lachen und Quatschen mit ihm auch vermisse. Ich beschloss daher, nicht ihm zu verzeihen, sondern mir zu verzeihen. Denn er war ehrlich zu mir, von Anfang an – was ich ja sogar an ihm schätzte. Aber ich erhoffte mir etwas von ihm, dass ich mir unbedingt wünschte. Ich hatte mir selbst etwas vorgemacht und Hoffnung in etwas gesetzt, von dem klar war, dass es nicht passieren würde. Ich müsste mich also eigentlich bei mir dafür entschuldigen, für das, was ich mir selbst angetan hatte. Wenn ich so fühlte, hätte ich nicht mit ihm ins Bett gehen sollen. Und so schwor ich, es mir zu erlauben, ihn weiter mögen zu dürfen, ihn jedoch als Freund zu sehen. Denn das war mir zigmal lieber, als ihn gar nicht mehr als Person um mich zu haben. Ich verabredete mit mir selbst einen Neustart mit Mark und erteilte mir im Gegenzug die Erlaubnis, ebenfalls das zu tun, worauf ich Lust hatte. Warten würde ich nicht auf ihn.

Dann vibrierte mein Handy und riss mich aus meinen Gedanken. Eine Whatsapp ging ein, sie war von „Mr. Big“. Gerade jetzt meldete er sich zum ersten Mal bei mir, nachdem ich am Wochenende bei ihm gewesen war. Ich drehte mein Handy um. Auf ihn hatte ich jetzt keine Lust.

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PPS: Verhütung ist wichtig, um sich vor ansteckenden Krankheiten und einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Nur aus erzähltechnischen Gründen erwähne ich dieses Thema in meinen Storys nicht. Bitte verhütet!

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