Aus den Social Media-Erfahrungen eines Camgirls

Social Media

Ich kann nicht sagen, wie es bei anderen ist, aber ab und zu brauche ich mal eine Auszeit vom Lernen. Ständig nur vor dem Notebook, Skripten und Zetteln zu hängen, macht mir irgendwann kirre. Dann lese und lese ich…und kann gleich wieder von vorne anfangen, weil ich gar nicht mehr richtig mitkriege, was ich lese. Da kam eine Nachricht von Janina und Evi recht, die sich zum quatschen mit mir treffen wollten. Das war genau die richtige Auszeit. Und bei einem Cam-Girl und einer Swinger-Lady konnte ich auch davon ausgehen, dass es ein interessanter Talk-Abend wird. 😀

Endlich wieder quatschen

Ich habe vor einiger Zeit hier ja schon mal von den beiden erzählt. Janina und Evi gehen ebenfalls beide studieren. Über das Studium habe ich sie auch kennengelernt. Und wie heißt es? Gleich und gleich gesellt sich gerne? Naja, auf jeden Fall sind beide in Bezug auf Sex ebenfalls open-minded…tja, und darüber hatten wir drei auch gleich einen Draht zueinander. An der Uni hängen wir öfters zusammen ab, aber sonst sehen wir uns nicht so oft. Wir sind da jetzt keine richtige Clique oder so. Umso mehr hatte ich mich gefreut, dass wir uns nun auch mal wieder außerhalb der Uni trafen.

Wir hatten uns in einem Burgerladen verabredet und quatschten dann erstmal über die Uni, Kommilitonen, Profs, Lernen und so weiter…das übliche. Nach einiger Zeit kamen dann aber die interessanteren Themen auf den Tisch. 😉 Ich erzählte Ihnen davon, dass ich zum ersten Mal im KitKat Club gewesen war und was ich da für große Augen gemacht hatte. “Uuuhh”, sagte Evi, “das ist so ein cooler Club. Mein Freund und ich waren da schon ein paarmal…immer wieder geil.” Janina hingegen kannte den Club nicht. Wir klärten sie dann erstmal auf und erzählten, was wir da so erlebt hatten (okay, Evi erzählte, ich hatte ja noch nicht sooo viel gesehen. :D).

Evi war auch durch ihren Freund, der sie auch für das Swingen begeistert hatte, ins KitKat gekommen. Er wäre mit ihr zu einer “Carnival Bizarre”-Party gegangen. Das war, nachdem sie schon swingen gegangen waren. Evi meinte, sie hätte damals den Eindruck gehabt, auf einer riesigen Swingerparty gelandet zu sein. Leute in Fetisch-Klamotten, nackte Menschen…es wäre total wild gewesen. Als sie dann noch einmal zu so einer Party in den Club gegangen sind, hätten sie irgendwann in der Nacht am Pool abgehangen. Sie und ihr Freund hätten sich gestreichelt und Evi habe dann auch angefangen, ihrem Kerl in die Hose zu fassen. Er sei hart geworden. Sie küssten sich dann wilder und ihr Kerl meinte, sie sollte ihm einen blasen. Evi meinte, nie im Leben wäre sie auf die Idee gekommen, sowas in einem Club zu tun…aber nachdem, was sie im KitKat schon gesehen und mitbekommen hatte, hätte sie kein Problem damit gehabt. Sie hätte dann gerade angefangen als ein Mädel in einem Fetisch-Lack-Outfit vorbeigekommen sei. Sie sei stehengeblieben und habe sich einfach daneben gehockt und zugeschaut. Evi habe dann aufgehört zu blasen. Ihr Freund habe das Mädel kurz angeschaut, ihr den Schwanz hingehalten und sie habe ihn dann auch angefangen zu blasen. Evi musste lachen. “Das klingt so bescheuert, so strange, oder? Ich glaube, wenn ich nicht Swinger-Erfahrung hätte, hätte ich das Mädel am liebsten umgebracht…und meinen Freund auch.” Wir lachten laut. Evi erzählte weiter, dass sie dann zusammen ihren Freund geblasen hätten, bis er gekommen sei. Dann sei das Mädel einfach wieder aufgestanden und weitergegangen…so als wäre nichts gewesen. “Das geht nur im Kitty.”, stellte Evi fest. Janina schaute uns nur noch mit großen Augen an und sagte dann in einem ersten Ton: “Nehmt mich mal mit, ja?”

Social Media is a bitch!

Auch Janina hatte natürlich viel zu erzählen aus ihrem Job als Cam-Girl. Vor allem auch darüber, wie Kerle auf sie reagieren würden. Janina erzählte, dass einige ihrer Kunden total lieb seien. Sie würde viele Nachrichten mit Komplimenten erhalten und Kerle würden ihr auch öfters was schenken wollen. “Es gibt da aber auch echt einige Idioten, gerade bei Insta und Facebook. Wie die einen da teilweise anmachen, ey…” Janina verdrehte die Augen und erzählte, dass gerade gestern ein Kerl sie wieder als Schlampe beschimpft und ihr dann in ellenlangen Nachrichten beschrieben hätte, wie er es ihr besorgen würde. “Ich mein, klar habe ich sexy Bilder bei Social Media…ich will ja auch Werbung für meinen Job machen. Aber Typen denken dann gleich, man sei nur dafür da, sie zu befriedigen. So als ich würde ich nur Zuhause rumsitzen und warten, dass so ein Tastenwichser sich meldet und sagt “Komm lass uns ficken” und ich krieg dann gleich ein feuchtes Höschen und könnte es dann gar nicht mehr abwarten, ihn zu treffen.” Janina schaute zu uns hoch und blickte in die “schockierten” Gesichter von Evi und mir wegen dieser Schimpftriade. “Ist doch so!”, legte Janina nach und lachte sich dann kaputt. Auch Evi und ich mussten lachen.

Als ich aber wieder Zuhause war, musste ich nochmal über das nachdenken, was Janina gesagt hatte. Ich konnte sie total gut verstehen, mit dem, was sie meinte. Denn ich habe ja auch sexy Bilder von mir bei Insta und auch ich kenne das, wenn Typen meinen, wegen der sexy Bilder in Social Media und wegen meines Blogs müsste ich doch total willig sein und würde nur darauf warten, mich mit ihnen treffen zu dürfen. Oder dass ich gerne davon hören würde, wie sie meine Muschi vollspritzen wollen. Bin ich selbst daran schuld, weil ich ja sexy Bilder von mir online stelle? Heißt das dann automatisch, dass ich sowas will?

Ich poste bei Social Media sexy Bilder von mir, weil ich die Bilder von mir mag. Ja, es macht mich sogar richtig glücklich, sie zu sehen. Ich mag es, sexy zu sein…ich fühle mich dadurch gut und es macht mich selbstbewusst. Und ich habe auch den Mut zu sagen: “Ich finde mich toll und ich mag das auch zeigen.” Ich glaube auch, dass viel mehr Mädels das gerne machen würden, doch sie haben Angst vor kritischen Worten und auch vor dem, was Janina zum Beispiel erzählt hat. Wer sich als Mädel sexy gibt oder so wie ich offen über Sex schreibt, die wird immer noch schnell abgestempelt. So nach dem Motto: “Die ist so geil auf Sex, die will es doch mit jedem machen…vor allem mit mir.” 😀 Nö. Deswegen mache ich das nicht. Da ist Social Media manchmal ne Bitch. Ich mache das, weil es mir einfach Spaß macht, über Sex und alles drumherum zu schreiben. Und weil es mir Spaß macht, tut es mir gut. Ich habe aber schnell gelernt, dass nicht jeder mit dieser Offenheit umgehen kann. Ich habe daher meine Schutzmaßnahmen, um meine Privatsphäre zu schützen. Damit fühle ich mich wohl und so lasse ich mir auch nicht den Spaß daran verderben, hier mein Ding zu machen.

Schön finde ich es, wenn sich andere Menschen, vor allem auch andere Mädchen, durch mich oder anderen tollen Accounts, die ich in Social Media schon gefunden habe, dazu inspirieren lassen, offener mit Sex umzugehen – und damit meine ich eben nicht, mit jedem x-beliebigen ins Bett zu steigen, sondern über ihre Lust und Fantasien zu reden, keine Angst vor Neugierde, anderen Ansichten und neuen Erfahrungen zu haben und zu fühlen, wie sexy sie mit ihrem Körper sein können. Denn ich glaube, dass das freier und selbstbewusster macht und dass das Thema “Sex” eines ist, das sehr vielen Menschen Freude bereitet. Und sich mit etwas zu beschäftigen, das einem Freude und Spaß macht, kann nur gut sein. 🙂

PS: Für mehr Bilder, Diskussionen und anderen Kram schau gerne auf meiner Instagram- und Facebook-Seite vorbei. 😀
PPS: Verhütung ist wichtig, um sich vor ansteckenden Krankheiten und einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Nur aus erzähltechnischen Gründen erwähne ich dieses Thema in meinen Storys nicht. Bitte verhütet!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.