Andres unmissverständliche Ansage

Bedingung

Andre und ich hatten nun schon ein paar Dates. Und ich spürte ja bereits, dass es bei mir anfing, ernst zu werden. Schon seit einiger Zeit war ich soweit, dass ich mir etwas mit ihm vorstellen konnte. Die Frage war für mich eher: Konnte er es auch? Wie hatten nun ein weiteres Date…und zum ersten Mal sprachen wir dabei über eine Beziehung. Allerdings machte Andre dabei deutlich, dass eine Beziehung für ihn nur unter einer Bedingung in Frage käme.

Wilde Haare und starke Augen

Ich schaute auf die Uhr. Er war etwas spät dran. Schon ein paar Minuten stand ich hier und wartete auf Andre. Mehrmals schaute ich mich um, ob ich ihn irgendwo entdecken konnte. Danach schaute ich aufs Handy, ob er sich gemeldet hatte. So ging das ständig…umschauen, dann aufs Handy. Fast wie ein Ritual. Dabei war er gerade erst fünf Minuten drüber. Aber ich hatte mich halt wieder so gefreut, ihn zu sehen. Und ich wäre enttäuscht, würde er nicht auftauchen. Doch dann tat er es. Ich sah ihn und musste strahlen wie ein Honigkuchenpferd. Fast schon peinlich. Wie nahmen uns in den Arm und er gab mir einen Kuss auf die Wange. Ich hätte auch einen Kuss auf dem Mund akzeptiert.

Wir hatten uns in der Stadt verabredet und wollten etwas essen. Er schlug vor, dass wir uns eine Pizza holten (komischerweise konnte ich da nicht “nein” sagen 😀 ). Danach gingen wir zur Spree, setzten uns ans Ufer, aßen die Pizza und quatschten miteinander. Während wir redeten, beobachtete ich Andre. Seine Kinn- und Wangenpartie war sehr markant und wirkten auf mich sehr männlich. Auch sein 3-Tage-Bart tat sein Übriges dazu. Hinzu kamen seine schulterlangen Haare, die er oft offen trug. Sie verliehen ihm eine wilde Note. Ich liebte es zu sehen, wie sich immer wieder mal einzelne Strähnen über sein Gesicht legten und er sie mit den Fingern dann wegwischte. Männlich und wild…für mich war das ein Erscheinungsbild, wie es noch kein Mann vorher hatte, mit dem ich zusammen war. Doch noch markanter waren seine Augen. Sie hatten eine fast schon dunkelbraune Farbe und wirkten auf mich vertrauenswürdig…gleichzeitig auch sehr stark. Ich hatte ja auch schon mal geschrieben, dass Andre zwischen seinem “normalen” und seinem “dominanten” Verhalten switchen konnte…manchmal von jetzt auf gleich. Seine Augen spielten dabei eine große Rolle. So konnte er mich mit einem sehr warmen und offenen Blick anschauen und dann wiederum war er auf einmal so fokussiert, klar und führungsstark, dass es einem schwer fiel, ihm zu widersprechen.

Auf sich alleine gestellt

Während wir am Ufer saßen und die Pizza aßen, kamen wir irgendwann aufs Thema Familie. Ich erzählte ihm von meiner Mum und dass sie sich von meinem Dad vor Jahren getrennt hatte…und wie sie seitdem als eine so starke und selbstbewusste Frau auf mich wirkte und mich auch viel beeinflusst hatte. Allerdings fand ich die Zeit nach der Trennung erst nicht einfach, da ich zum einen meinem Dad vermisste und zum anderen Angst hatte, wie es weitergehen würde…ob wir da wohnen bleiben würden, ob ich meine Freunde verlieren würde und so weiter. Andre hörte zu und begann danach, ebenfalls von seiner Familie zu erzählen.

Er sagte, dass sich seine Eltern auch getrennt hätte. Er sei noch in der Grundschule gewesen, als das passiert sei. Er sei aber bei seinem Vater geblieben. Seine Mutter sei noch sehr jung gewesen, als sie ihn bekommen hätte und anscheinend überfordert gewesen. Dadurch sei ihr Verhältnis immer etwas distanziert gewesen. Sein Vater hätte nach der Trennung schnell eine neue Freundin gefunden und sei mit ihr zusammengezogen. Wegen der Arbeit sie er viel weg gewesen und sie hätte sich dann viel um ihn gekümmert. Sie sei nett zu ihm gewesen, doch es habe sich eben nicht wie eine Mutter angefühlt, so dass er sich bei der Freundin seines Vaters oft wie bei einer fremden Frau gefühlt habe. Nach der Schule habe er dann gleich eine Ausbildung begonnen und sei so schnell wie möglich ausgezogen. Er habe dadurch viel selbstständig machen und lernen müssen, sich durchzusetzen und herauszufinden, was er wolle. Doch das sei genau das gewesen, was er haben wollte: Auf eigenen Beinen stehen. Und dadurch habe er viel von dem erreicht, was er erreichen wollte.

Ich glaube, das war das Intimste, was mir Andre bisher von sich erzählt hatte. Und irgendwie passte das zu der Art, wie ich ihn bisher kennengelernt hatte.

Mit einer Bedingung – kannst du dir das vorstellen?

Andre lehnte sich zurück und lag nun auf seinem Rücken, die Hände hinter dem Kopf gelegt. Er hatte die Augen geschlossen als er mich fragte, wie es mit uns nun weitergehen sollte. Eine direkte Frage, wie hätte es auch anders sein können. Ich grinste. “Mal schauen, was meinst du?” Er schaute mich an, sah mein Lächeln und blickte dann zu Himmel. “Weißt du…”, fuhr er fort, “du bist ein hübsches und nettes Mädel. Als wir uns im Club und der Bar getroffen hatten, fand ich dich interessant, aber ich wusste nicht, ob du zu mir passen würdest. Denn ich weiß, was ich suche und was ich will. Aber als du das erste Mal in meiner Wohnung warst…”, Andre unterbrach kurz und musste grinsen, “…da hast du mich überrascht.” Jetzt musste ich ebenfalls grinsen und schaute zu Boden.

Andre setzte sich auf und schaute mir in die Augen. “Wenn du Bock auf das zwischen uns hast, auf eine Beziehung Bock hast, dann sollst du wissen, dass es für mich nur auf eine Art und Weise funktioniert: Ich werde dir nichts vorschreiben…du kannst dein Ding machen, wie du willst. Ich mache das auch. Doch sobald es ins Bett geht, werde ich dich führen. Ich sage an, was und wie es passiert und meine Erwartung ist, dass du keine Angst hast und mir folgst. Ansonsten wirst du merken, dass ich dir jede Freiheit lasse. Geh feiern mit wem du möchtest, mach was mit deinen Mädels…wie du willst. Wer mich versteht, der weiß, warum ich so ticke.” Er schaute mich wieder an. “Und? Was meinst du?” Ich blickte ihm in seine Augen…und sein Blick war warm und offen. Ich sagte nichts. Stattdessen beugte ich mich vor und gab ihm einen Kuss.

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PPS: Verhütung ist wichtig, um sich vor ansteckenden Krankheiten und einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Nur aus erzähltechnischen Gründen erwähne ich dieses Thema in meinen Storys nicht. Bitte verhütet!

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