Seine beste Freundin = meine beste Freundin?

beste Freundin

Andre hat eine beste Freundin. So etwas soll ja vorkommen. Bisher hatte ich sie noch nicht kennengelernt…woran Corona sicherlich nicht ganz unschuldig war. Wenn Andre und ich uns in den letzten Wochen getroffen hatten, waren wir alleine. Treffen mit Freunden waren nicht dabei. Nun aber lernte ich Nadine, so ihr Name, endlich kennen. Das war mich auch wichtig, immerhin hatte Andre geplant, mit ihr und weiteren Freunden in den Urlaub zu fahren. Da wollte ich sie unbedingt vorher kennenlernen. Doch leider muss ich sagen, dass ich dieses Treffen mit gemischten Gefühlen verließ.

Eher der Modeltyp

Doch der Reihe nach. Andre hatte mit Nadine und mir ein Treffen bei sich in der Wohnung vereinbart. Da wollte er sie mir vorstellen…bzw. ihr mich. Als ich an Andres Wohnung ankam, hörte ich auf dem Flur aus seiner Wohnung schon Gelächter von einer Frau klingen. Sie war also schon da. Andre machte mir auf…und da war sie. Sie stand vom Sofa auf und sagte: “Hi, ich bin Nadine. Schön, dass wir uns endlich einmal sehen. Ist doch okay, wenn wir uns nicht umarmen und so, oder?”

Ja, war es für mich und ja, endlich sahen wir uns…wobei ich sie ja schon einmal gesehen hatte. Damals, als ich mir Mark und Jana in der Bar saß und Andre hineinkam, da war er in Begleitung einer Blondine. Es war definitiv Nadine. Nun konnte ich sie mir endlich mal genauer ansehen. Ich scannte sie einmal komplett von oben bis unten…und eins stand mal fest: Sie war ein echt hübsches Mädchen. Sie trug schwarze Pumps und eine Art schwarzen Lederrock, der oberhalb der Knie endete. Dazu hatte sie ein cremeweißes Spaghetti-Top, mit BH drunter, an. Ich sah sofort, dass sie sportlich sein musste. Schlanke Beine, ein flacher Bauch, eine kurvige Hüfte und soweit ich das erkennen konnte, auch ein guter Arsch. Ihre Titten waren definitiv eine Körbchengröße größer als meine. Und dann ihr Gesicht…wirklich hübsch. Sie hatte lange, hellblonde lange Haare, die ihr bis über die Schulter gingen. Sie trug sie offen mit einem Mittelscheitel. Sie hatte nicht die klischeehaften blonden Augen, sondern grüne…was ich auffällig fand. Man schaute ihr dadurch schnell in die Augen. Ihre Gesichtsform war eher schmal, genauso wie auch ihr Mund schmaler war. Außerdem fiel mir noch ihr funkelnder Stecker in der Nase auf. Sie war kein Model, soweit ich wusste, aber vom Gesicht und Körper her hätte sie problemlos eins sein können. Ich musste zugeben: Ich war beeindruckt…und deswegen etwas eingeschüchtert. Ich kannte sie von Fotos, doch ich fand sie live noch hübscher. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Beste Freundin wohl eher nicht…

Wir setzten uns aufs Sofa und Andre fing an, den Moderator zu spielen. Er erzählte zum Beispiel, dass er Nadine ähnlich wie mich mal beim Feiern kennengelernt hatte. Während er erzählte, starrte Nadine mich an. Ich konnte es aus den Augenwinkeln sehen und fand es etwas…komisch? Ich fragte sie dann, wie alt sie sei, und sie antwortete: “Oh, ich bin älter als du.” Sie winkte ein bisschen theatralisch ab. “Ich bin schon 23.” Aha, alles klar.

Du kennst doch sicherlich diesen berühmten “ersten Eindruck”, oder? Ich hatte einen von Nadine…und der war eher gemischt. Vielleicht war das naiv, aber ich hatte gehofft, dass seine beste Freundin ja vielleicht auch meine beste Freundin werden könnte. Also nicht meine ALLERbeste Freundin…aber eine gute Freundin. Das trifft es sicherlich eher. Aber in dem Moment hatte ich so meine Bedenken. Nadine war freundlich zu mir, doch ihre Freundlichkeit fand ich oberflächlich. Etwas gespielt, nicht ehrlich. Und ich weiß nicht…sowas war noch nie so meins. Ich bin ein Mensch, der sich schwer einfach verstellen kann. Ich glaube, man sieht es mir an, was ich denke. Ich bin da ehrlich. Nadine empfand ich in dem Moment einfach nicht als ehrlich. Ich konnte ihr die Freundlichkeit nicht so ganz abnehmen.

Sie fragte dann noch nach der Story, wie wir uns kennengelernt hatten. Als Andre von dem Rempler in der Disco erzählte, fing sie an zu lachen, kniff Andre in den Arm und meinte, dass das ja wohl eine Masche von ihm gewesen sei. Da hätte sie schon besser von ihm gesehen. Er lachte und widersprach, dass das definitiv keine Masche gewesen sei. Auch ich lachte mit…doch wieder sagte mir mein Gefühl, dass Nadine gerade etwas vorspielte. Oder war ich zu voreingenommen? Vielleicht ja…denn seit ich Nadine gesehen hatte, fühlte ich mich etwas unsicher. Und das hatte sich bis hierhin nicht geändert.

Ein komisches Gefühl bleibt

Nach einiger Zeit sprang Andre auf und meinte, dass er noch etwas zu knabbern hätte. “Fast vergessen.”, murmelte er und verschwand in seiner Küche. Da rutschte Nadine näher an mich heran und streckte den Kopf in meine Richtung. Ich kam ihr auch etwas entgegen. Sie schaute nochmal zur Küche und versicherte sich, dass Andre gerade nicht zuhörte. “Du, ich muss sagen, ihr passt echt gut zusammen.”, sagte sie leise, fast schon flüsternd. “Ach echt?”, meinte ich und ein Lächeln huschte über meine Lippen. “Ja, wirklich…”, antwortete Nadine. “Du bist total nett und hübsch”, fuhr Nadine fort, “und außerdem steht Andre ja auf junge Mädchen.”

Ich schluckte einmal. Was sollte dieser Nachsatz bedeuten? Ich schaute Nadine an und konnte darauf irgendwie gerade nichts antworten. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Zum Glück kam in dem Moment Andre zurück, so dass ich auch gar nichts sagen musste. “Oh, meine Lieblings-Chips hast du gekauft, du bist echt lieb.”, strahlte Nadine und nahm sich eine Handvoll Chips. Ich lächelte kurz und ließ mich wieder zurück ins Sofa fallen. Was sollte dieser Satz eben? War das von ihr nur so dahingesagt? Oder sollte dieses “er steht ja auf junge Mädchen” irgendeine Botschaft für mich sein? Ich war total in Gedanken, als mich Andre wie aus einem Traum riss: “Hey, ich habe gefragt, ob du auch etwas möchtest? Alles klar bei dir?” “Glaub mal, sie träumt bestimmt von dir.”, sagte Nadine und zwinkerte mir mit einem Lächeln zu. “Na, wenn das so ist, wäre das ja okay.”, entgegnete Andre mit einem Grinsen.

Nadine war noch ungefähr eine Stunde da bis sie ging und ich mit Andre wieder alleine war. In dieser Zeit quatschten wir weiter, Nadine sprach unter anderem auch über den geplanten Urlaub, dass sie das in der Clique nicht zum ersten Mal so machen würden und dass sie hoffe, dass es für mich okay sei. Ich fand es nett, dass sie es erwähnte und sie war auch die ganze restliche Zeit über nett und höflich. Kein böses Wort oder noch etwas, was ich als Anspielung empfinden würde, fiel. Trotzdem atmete ich kurz durch als sie weg war…und ein komisches Gefühl blieb. Ich zweifelte, dass ich Nadine mal als eine gute Freundin ansehen würde. Aber vielleicht…vielleicht sollte ich auch nicht zu schnell urteilen. Wir hatten uns zum ersten Mal gesehen und ich kannte ihre Art nicht. Vielleicht war sie einfach so. Ich werde es bestimmt noch herausfinden.

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