Über Sex habe ich hier in den letzten Jahres viel erzählt. Doch Sex ist nie auserzählt. Auch nicht bei meinem letzten Blog-Artikel. Da verrate ich dir, wem ich Sexwork empfehle…und was ich dir rate, um deinen Sex und dein sexuelles Selbstbewusstsein zu steigern.
Ein letzter Blog-Artikel
Knapp 500 Einträge zählt mein Liebestollblog aktuell. Ein paar mehr werden noch dazukommen. Doch die meisten sind bereits geschrieben und veröffentlicht. So viele Artikel sind in nicht ganz sieben Jahres Liebestollblog zusammengekommen. Eine stolze Summe, wie ich finde. Und sie alle sind kostenlos erschienen. Weil ich mich gerne über die schönste Sache der Welt austausche und meine Gedanken erzähle.
Dies hier ist nun mein letzter regulärer Artikel in der Kategorie „Blog“. Das macht diesen Artikel nicht zum letzten Eintrag auf dem Liebestollblog, aber zu einen der letzten.
Das Schreiben hat mir immer Spaß gemacht. Es kostet Zeit und manchmal auch Motivation. Doch insgesamt war es immer eine Freude, diesen Platz zu haben, an dem ich meine Gedanken freien Lauf zu lassen kann. Und es war immer schön zu sehen, dass die Artikel auch gelesen werden. Dafür an dieser Stelle schon mal vielen Dank.
Doch worüber schreibe ich jetzt in meinem letzten Blog-Artikel? Was gibt es (über Sex) nach so vielen Beiträgen noch zu erzählen? Wenn ich ehrlich bin: Eine ganze Menge. Denn Sex wird nie langweilig und überholt sich nie. Doch für meinen letzten Artikel, möchte ich auf zwei Dinge eingehen, die mir sehr am Herzen liegen: Sexwork und der selbstbewusste Umgang mit der eigenen Sexualität.
Wem ich empfehle, Sexwork zu machen
Ich kann nicht grundsätzlich empfehlen, Sexwork zu machen. Denn das ist ganz sicher nicht für jeden etwas. Ich habe das jetzt mehrere Jahre gemacht. Und ich bin nicht reich geworden damit. War ich deswegen nicht erfolgreich? Vielleicht, ich empfinde es zwar nicht so, aber wenn man an die vollmundigen Versprechen zahlreicher (seriöser???) OnlyFans-Agenturen denkt, dann war ich wohl ein Flop, wenn nach drei Monaten nicht mindestens schon 10k auf mein Konto gepurzelt sind (und so viel waren es nicht mal annähernd). 😀
Und damit bin ich eigentlich schon beim Thema: Wem würde ich Sexwork empfehlen? Wer Geld verdienen will? Ganz ehrlich: Nein.
Trotzdem spielt Geld eine wichtige Rolle. Nicht, dass wir uns da falsch verstehen. Es heißt SexWORK. Und Arbeit soll bezahlt werden. Und Sexwork muss besser bezahlt werden als so manch andere Arbeit. Denn man gibt seinen Körper und seine Intimität preis. Dinge, die man von anderen Menschen normalerweise nicht sieht. Man macht sich verletzlich: Für Diskriminierungen und gesellschaftliche Ausgrenzung, erfährt übergriffiges Verhalten, Beleidigungen und Bodyshaming. Man liest (und sieht) wirklich merkwürdige Sachen. Manche sind nicht ernst gemeint, manche schockierenderweise schon. Man investiert viel Zeit. In die Content-Produktion, in den Aufbau einer Community, in vielen…seeeeehr vielen Chats. Sexwork kann psychisch und emotional eine große Belastung sein.
Egal, wie oft dir jemand sagt, es sei „leicht“ verdientes Geld: Das ist es nicht. Dann soll diejenige Person, die das behauptet, doch mal zeigen, wie leicht es ist. Es gibt sehr erfolgreiche Adult Content Creator: Sie sind weiblich, männlich, divers. Dünn, sportlich, mollig und übergewichtig. Die Sex haben oder keinen Sex vor der Kamera haben. Sie zeigen ihr Gesicht oder nicht. Also, keine Ausreden: Mach doch nach, wenn es so easy ist. Warum das Geld auf der Straße liegen lassen?
Weil es eben nicht einfach ist. Weil es für die meisten schon unüberwindbar ist, ein Nacktbild von sich zu machen und das in den öffentlichen Raum des Internets zu stellen. Allein schon darum. Also lass dir von niemanden (erst recht nicht einer OF-Agentur) einreden, es sei leicht.
Aber ja, es ist eine Chance. Eine Chance, viel Geld zu verdienen. Wenn du es richtig machst, zuverlässig und konstant dran bleibst und fleißig bist.
Wem empfehle ich Sexwork also? Ich empfehle es jedem, der das Selbstbewusstsein hat, damit ins Internet oder offline an die Öffentlichkeit zu geben. Jemanden, der nicht psychisch labil und hypersensibel ist. Jemanden, der kritikfähig ist. Jemanden, der sich und seinen Körper mag. Der Spaß hat, vor der Kamera zu stehen, Content zu produzieren und nicht müde ist, sich mehrmals die Woche stundenlang mit Sex zu beschäftigen. Jemanden, dem es Spaß macht, anderen Leuten mit seinem Content (oder seinem Körper, …) eine Freude zu bereiten.
Du musst nicht sexgeil sein, du solltest aber Sex mögen. Du musst nicht dein Gesicht zeigen, um Sexwork zu machen, aber du musst interessant sein. Du musst nicht den perfekten Body haben. Das hilft sicherlich, aber es reicht, wenn du für deine Zielgruppe den perfekten Body hast. Und der kann auch jenseits der gesellschaftlichen Norm liegen. Du musst nicht Pornos drehen und mit anderen ins Bett steigen, um Sexwork zu machen. Aber du musst Fantasien wecken und sexuelle Trigger bedienen können.
Sexwork ist so vielseitig. Sexwork ist so unterschiedlich. Sei selbstbestimmt, suche deine Nische oder deinen Massenmarkt, je nachdem, womit du dich wohlfühlst und worauf du Bock hast. Und hole dir dafür die richtigen Leute an deine Seite. Im Privatem, wie Freunde und hoffentlich die Family, wie auch Business-technsich mit Geschäftspartner und Unterstützern (und wenn du hier jemand seriöses und zuverlässiges suchst, dann schreib mich gerne an…ich kenne da wen und vermittle gerne den Kontakt. 😉 🙂 )
Wenn du es hingegen nur für Geld machst…kein Ding, go for it. Ist ein legitimer Grund, absolut. Aber wenn das wirklich der einzige Grund ist, dann halte ich den Weg zum Erfolg für schwerer. Und erfolgreich zu bleiben sowieso. Doch möglich ist alles. Und für manchen ist es ja auch ein Erfolg, wenn man einfach nur für sich ein bisschen Taschengeld dazuverdient.
Wie du selbstbewusst mit Sex umgehen kannst
Der folgende Teil richtig sich zwar an alle, die selbstbewusster mit ihrem Körper und ihrer Sexualität umgehen möchten, doch vor allem richten sich diese Worte an Frauen. Denn auch heute ist es einfach noch nicht selbstverständlich, dass eine Frau ihre Sexualität auslebt, weil es die gesellschaftliche Erwartung an Frauen ist, mit ihrer Sexualität zurückhaltend zu sein.
Dafür fehlt aber natürlich jede Legitimation. Sex und Sexualität ist ein Geschenk. Ich nenne es die schönste Sache der Welt. Es ist für Vergnügen, Freude und Spaß gedacht. Und nicht für Schuldgefühle, Scham und Unterdrückung. Frauen dürfen ihre Sexualität und ihren Körper genauso genießen, wie Männer es tun. Und es lohnt sich. Und wie man dahin kommt, dafür habe ich hier ein paar Tipps für dich.
Selbstbefriedigung
Befriedige dich verdammt nochmal selbst. Bitte tue es. Du kannst es natürlich ganz allein für dich machen, es muss niemand mitbekommen. Aber tue es. Mit der Hand. Reibe dich an einem Kissen oder etwas anderes. Probiere Toys aus: Dildo, Womanizer, Satisfyer, Liebeskugeln…probiere verschiedene Dinge aus. Lerne durch Selbstbefriedigung, an der Lust Spaß zu haben und es zu genießen. Erlebe deinen Körper, lerne dich kennen und steigere dein Körpergefühl. Finde heraus, wie du zum Orgasmus kommst. Nicht nur ist das alleine schon sehr schön, es hilft dir später auch beim Sex zu zweit (oder mit noch mehr Personen). Die wichtigste Lektion der Selbstbefriedigung ist aber, dass es dir zeigt, wie viel Spaß macht und wie viel Lust es dir schenken kann. Darum lass dir nie von einer Person einreden, es liegt an dir, wenn du beim Sex keinen Spaß hast. Es liegt nicht an dir. Denn mit dir alleine kannst du sehr viel Spaß haben. Wenn du das (Selbst)Bewusstsein hast, dann hältst du dich auch nicht unnötig mit Leuten auf, die dir das Gegenteil einreden wollen.
(Online-)Dating
Wir wollen gemocht werden. In erster Linie von uns selbst, aber auch von anderen. Ein schönes Kompliment ist ein Freudenspender und ein Boost für das Selbstbewusstsein. Darum empfehle ich dir (Online-)Dates. Treffe dich mit Leuten, die dir zeigen, dass du toll bist. Sammle Erfahrungen mit Menschen. Lerne. Was finden viele an dir gut? Wofür bekommst du Komplimente? Das müssen dann offensichtlich Dinge sein, die toll an dir sind. Und das darfst du auch für dich annehmen. Vor allem aber solltest du dich nicht Zuhause verstecken, wenn du deine Sexualität leben möchtest. Je mehr du dich mit Leuten connectest, desto eher findest du jemanden, mit dem du matchst.
Kleidung
Ich finde Kleidung für das Selbstwertgefühl sehr wichtig. Du kannst deinen Körper elegant präsentieren, sexy, du kannst ihn an Stellen betonen, wo du es möchtest und Dinge kaschieren, die du nicht sehen möchtest. Zieh Dinge an, die du toll findest. Das steigert automatisch dein Selbstbewusstsein. Und das klappt sogar mit Kleidungsstücken, die man nicht sieht. Wenn du dich in einem Dessous-Set umwerfend findest, dann lass es bitte nicht im Schrank versauern, weil du auf den einen besonderen Moment wartest, an dem du es rausholen möchtest. Zieh es an, auch wenn es niemand unter deiner Kleidung sehen kann. Aber du weißt, was du da trägst und wie toll und sexy du dich damit fühlst. Und das strahlst du für andere sichtbar unbewusst aus.
Der eigene Körper
Jeder hat Dinge an seinen Körper, die einen stören. Das ist ganz normal. Auch Supermodels haben das. Doch leider neigt man schnell dazu, sich auf diese Makel zu konzentrieren (die manchmal für andere gar keine sind). Dabei ist es doch viel sinnvoller, sich auf seine Stärken zu konzentrieren. Schau dir deinen Körper an: Was findest du gut daran? Was gefällt dir an dir selbst? Und das sind dann genau die Dinge, die du betonst und ins Schaufenster stellst. Und du wirst dadurch attraktiver wirken…für genau die Leute, die das auch attraktiv finden. Und dann diese Rückmeldung zu bekommen…das macht selbstbewusst. Und Lust auf Sex. Du würdest garantiert auch mit niemanden gerne zusammen sein, der ständig etwas am eigenen Körper zu kritisieren hat und sich nicht attraktiv findet. Das ist nicht sexy. Und solltest du etwas an deinem Körper haben, das dir zwar nicht gefällt, aber das du ändern kannst…dann arbeite bitte auch darauf hin, es zu ändern. Sei nicht faul, denke daran, wie toll es sein wird, wenn du es geändert hast. Bleib bei deinen Körper einfach in einer positiven Einstellung. Auch das werden andere Menschen an dir attraktiv finden.
Sex-Trigger & Kinks
Trigger und Kinks sind für die eigene Sexualität und für mehr Selbstbewusstsein mit Sex so wichtig. Wir alle haben Trigger, die uns sexuell reizen. Das kann etwas Optisches sein, ein Geruch, eine Handlung, ein Verhalten. Das ist so vielfältig wie die Menschen selbst. Wichtig dabei: Egal, was dich triggert: Nehme es bewusst war und vor allem, schäme dich nicht. Nichts ist schöner, als zu wissen, was einen sexuell stimuliert. Das hilft dir sehr, den Spaß am Sex zu steigern. Gleiches gilt für Kinks, also Vorlieben. Wir mögen Berührungen an bestimmten Körperstellen, wir mögen gewissen Stellungen, bestimmte Spielzeuge, besondere Sexpraktiken…all das sind deine Kinks. Doch wie findest du sie heraus? Zum einen durch Selbstbefriedigung. Zum anderen durch Pornos. Wenn du da etwas siehst, was dir sehr gut gefällt…dann gefällt es dir wahrscheinlich auch im real life. Und durch Offenheit. Sei bereit für neue Erfahrungen. Nicht alles muss dir gefallen. Ganz klar. Doch sei neugierig, sei verspielt, sei offen und erweitere dein sexuelles Spektrum. So dass du genau weißt, was dir Spaß macht. Und mit Spaß steigert sich dein sexuelles Selbstbewusstsein automatisch.
No-Gos
Genauso wichtig wie das zu kennen, was dir Spaß macht, ist es, zu wissen, was dir keinen Spaß macht. Und bitte kommuniziere das offen. Lass dich nicht auf Dinge ein, die du nicht willst. Das macht dein sexuelles Selbstbewusstsein kaputt. Und wir reden hier nicht von Dingen, die du halt nicht so toll findest, sondern von echten No-Gos. Geht gar nicht. Will ich nicht machen. Davon reden wir. Steh dazu und lass dich zu nichts zwingen. Consent ist das allerwichtigste beim Sex. Denn nur dann können wirklich alle Beteiligten Spaß dabei haben.
Was es noch zu sagen gäbe…
…das ist: Danke. An alle, die hier so fleißig und interessiert mitlesen. Ich hoffe, meine Gedanken konnten dich zum Nachdenken bringen. Das wäre schon toll. Vielleicht halfen sie dir auch mal weiter, dann umso besser. Doch vor allem hoffe ich, dass es für dich unterhaltsam war, mit mir gemeinsam in die vielen Themen der schönsten Sache der Welt einzutauchen. Dafür – nochmal – vielen Dank. 🙂
xoxoxo
Deine Lisa – your secret sexy girl next door
Hier findest du alle wichtigen Liebestoll-Links.
