Meine letzte Sexparty beim „Fine Suits Club” habe ich vor einigen Wochen gefeiert und in diesen Tagen habe die letzte Geschichte dazu auf meinem BestFans- und Patreon-Kanal online gestellt. Zeit, um eine Resümee über meine Zeit beim „Fine Suits Club“ zu ziehen.
Ich war auf einigen Partys des „Fine Suits Clubs“ als Partymädchen dabei, habe mich dort mit der reichen und mächtigen Berliner Elite unterhalten, habe Freundinnen fürs Leben gefunden und mit fremden Männern Sex gehabt. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, meine sexuellen Grenzen erkundet und erweitert und Dinge gemacht, von denen ich als ehemaliges Dorfmädchen nie gedacht hätte, sie mal selbst zu tun.
Und ich habe die Chance bekommen, den einen oder anderen Euro zu verdienen. Was mir als Studentin sehr angenehm und hilfreich war, da bin ich ganz ehrlich. Berlin ist beschissen teuer. Und in Berlin zu leben, nochmal teurer. Es wäre auch ohne den „Fine Suits Club“ gegangen, es wäre ohne meine andere Sexwork gegangen, doch es hat für mich schon Dinge vereinfacht.
Und trotzdem gehe ich mit einem gemischten Gefühl aus dem „Fine Suits Club“.
Mir persönlich hat der „Fine Suits Club“ einiges gebracht. Ich habe sexuelle Kinks entdeckt und ausgelebt, was ich sonst garantiert nicht gemacht hätte. Zumindest nicht so. Der FSC war eine Bubble, die dafür ideale Rahmenbedingungen geschaffen hat. Es war sicher, diskret und finanziell interessant. Hätte eines der Dinge gefehlt, hätte ich es wohl nicht gemacht. In der Hinsicht war der Club perfekt für mich. Ich habe dadurch vieles über mich gelernt. Was ich mag, was ich nicht mag. Was ich bereit bin, mitzumachen, wenn meine sexuellen Trigger gedrückt werden – auch im Vergleich zu anderen Mädchen. Das war schon spannend.
Ich kann grundsätzlich auch nichts Schlechtes dazu sagen, wie mit mir umgegangen worden ist. Ich habe mich auf den Partys gut behandelt gefühlt. Ich hatte mit Anton einen Ansprechpartner, auf den ich offen zugehen konnte, man wurde nicht erpresst und niemand hätte mich aufgehalten, hätte ich eine Party vorzeitig verlassen wollen. Auch während der Partys wurde meist gut mit mir umgegangen…oder sagen wir besser, dem Partymotto entsprechend war der Umgang gut.
Womit ich im Nachgang ein bisschen Struggle habe, ist, was der „Fine Suits Club“ darstellt: Ein Sex-Gentlemen-Club reicher Männer. Ja, die Mädchen wurden gut behandelt und es gab Consent über das, was dort passierte. Doch um das zu bekommen, was die FSCler wollten, haben sie ihre Macht benutzt, in Form von Geld und Luxus. Ohne Geld…wieviel Mädchen wären dann tatsächlich auf den Partys? Und nein, ich spiele hier jetzt nicht die Moralaposterlin, die es nicht gut findet, dass für Sex Geld gezahlt wird. Es ist eher, wen man gezielt sucht: Studentinnen, Auszubildende, Jungangestellte…eben jungen Frauen, für die das Geld sehr verlockend ist…und darum vielleicht auch Dinge zu tun, die sie gar nicht tun wollen. Auch hier sage ich nochmal: Die Mädchen sind volljährig, sie (sollten) wissen, worauf sie sich einlassen…und dennoch kann das dazu verleiten, Dinge zu tun, die man vielleicht sonst lieber nicht getan hätte. Das Geld kann auch psychischen Druck ausüben, abzuliefern. Auch ohne, dass das je jemand so gesagt oder mit etwas gedroht hätte. Bei mir war das nicht so. Hätte mir etwas nicht gepasst, wäre ich gegangen, so wie ich den FSC jetzt auch verlassen habe. Scheiß aufs Geld. Aber nicht jede ist so stark wie ich.
Und auch wenn ich mich gut behandelt gefühlt habe, war ich nicht gleichbehandelt. Ich war das Sexpielzeug reicher Männer. Ich habe gehorcht und mich ihren Regeln unterworfen. Mir war das bewusst. Für mich war es manchmal Teil meines Kinks. Aber war es das für jede da? Wir Mädchen waren auch nicht anonym. Während die Männer ihre Identität hinter Masken verborgen haben, liefen wir Mädchen ohne Maske rum. Ist das fair? Jeder der Männer dort kann mich draußen im echten Leben erkennen und das, was er über mich weiß, nutzen…und mir schaden, wenn er will…und mir zum Beispiel einen Job nicht geben. Wer weiß? Klar, wem es nicht gefällt, soll nicht zu den Partys gehen. Fair enough. Doch auch das sind eben Dinge, die man nicht gut finden kann, aber eben in Kauf nimmt, im wahrsten Sinne des Wortes.
Wenn ich so darüber nachdenke, dann hat der „Fine Suits Club“ einen Beigeschmack für mich. Ich könnte einem anderen Mädel das nicht bedingungslos empfehlen, so attraktiv die Partys auch erscheinen mögen. Das ist etwas, das man sich gut überlegen und für sich entscheiden sollte, ob man das wirklich will. Ich habe für mich entschieden, das hinter mich zu lassen und fühle mich immer noch sehr wohl damit.
Würde ich denn mit dem, was ich heute weiß, anders entscheiden als ich es damals getan habe? Vermutlich nicht. Nein, auch da bin ich ehrlich: Für mich überwiegen die positiven Erfahrungen und der Nutzen, den ich aus den Partys gezogen habe. Immerhin habe ich auch meinen aktuellen Partner über den Club gefunden. Aber das ist meine Einschätzung, heute. In zwei Jahren kann die Situation eine andere sein und vielleicht bereue ich es dann. Wer weiß? Auf jeden Fall sehe ich heute, mit etwas Abstand, auch die dunklen Flecken, die kritischen Punkte des Clubs. Und ich muss anerkennen: Ja, die gibt es. Ich kann nachvollziehen, warum man das alles vielleicht auch nicht okay findet, gerade aus Sicht der Mädchen.
Ich will nicht sagen, das ist richtig oder das ist falsch. Für mich war es okay und ich habe in meinen Augen von diesem System profitiert. Und ich weiß, dass ich die Regeln des Clubs nicht ändern kann. Vermutlich funktioniert es nur so, wie es funktioniert. Für den Club. Ich will auch nicht sagen, dass der FSC frauenfeindlich ist, aber er ist in jedem Fall männer- und machtfreundlich.
Und ich habe meinen Beitrag zu diesem System geleistet. Das fühlt sich etwas….merkwürdig an.
xoxoxo
Deine Lisa – your secret sexy girl next door
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