Bist du beim Sex eher devot oder eher dominant? Oder ein bisschen von beidem? Für mich kenne ich die Antwort ganz genau: Ich bin devot und das mit Freunde. Warum ich im Bett gerne sein Sexspielzeug bin und mir das auch noch viel Lust bringt, verrate ich dir hier.
Sex ist ein Spiel
Jeder hat Dinge, die er bzw. sie im Bett mag und nicht mag. Stellungen, Liebesspiele und und und. Manche wissen auch ganz genau, ob sie im Bett lieber dominant oder lieber devot sind. Und andere finde, dass im Bett alles gleichberechtigt ablaufen sollte. Nur geht das gar nicht.
Sex ist ein Zusammenspiel mindestens zweier Personen. Und das Wort „Zusammenspiel“ habe ich bewusst gewählt, weil dort das Wort „Spiel“ drin vorkommt. Im Liebessspiel steckt es auch. Ich finde das Wort für Sex sehr passend. „Spiel“ hat etwas leichtes, lockeres in sich. Obwohl Sex etwas ernstes bzw. verantwortungsvolles ist, sollte man es auf der anderen Seite nicht zu ernst nehmen. Mit „Spiel“ bringe ich auch das Wort „Spaß“ in Verbindung. Sex soll Spaß machen.
Mir gefällt aber nicht nur, was das Wort „Spiel“ ausdrückt, ich finde es auch in seiner Bedeutung passend. Beim Sex spielen Menschen miteinander. Mit ihren Körpern. Mit Emotionen. Mit ihren Sinnen. Mit Intimität. Beim Sex gibt es unterschiedlichen Rolle (und welches Wort taucht in Rollenspiel wieder auf? 😉 ): Jemand ist aktiv, der andere passiv. Und jemand ist gerade dominant und jemand devot. Die Grenzen verschwimmen oftmals etwas, vor allem in der eigenen Wahrnehmung. Doch diese Rollen sind immer da.
Vieles passiert unbewusst. Es kann aber auch bewusst sein oder gemacht werden. Wenn man als Frau von einem Mann doggy genommen wird, finde ich schon, dass einem im dem Moment sehr bewusst ist, wer gerade in der dominanten Rolle von beiden ist. Und wenn man mal genauer drüber nachdenkt, kann man diese Rolle „dominant“ und „devot“ bei nahezu allem verteilen, was im Bett passiert. Wenn er auf dem Rücken liegt und sie auf ihm sitzt, wer ist da in der dominanteren Position? Ich finde, das lässt sich leicht beantworten. Auch wenn selbst in solch einer klaren Konstellation mit den Rollen wieder gespielt werden kann. Sie kann sich trotzdem devot geben. Noch deutlicher wird es beim Oralsex. Sie kniet vor ihm, eindeutig devot, will man meinen. Jedoch hat sie sein bestes Stück im Mund – oder noch genauer: zwischen den Zähnen – wer ist also in Wirklichkeit in der mächtigeren Position? 😉 Es ist eben ein Spiel.
Lass mich dein Spielzeug sein
Wenn ich das Spiel spiele, dann bin ich gerne in der devoten Rolle. Aus zwei Gründen:
- Seine Befriedigung Kennst du das Gefühl, wie es ist, jemanden eine Freude zu bereiten? Es heißt, dass im Gehirn die gleiche Menge an Glückshormonen ausgeschüttet werden, wenn man etwas geschenkt bekommt als auch, wenn man selbst etwas verschenkt. Und beim Sex kann man viele Geschenke verteilen. Mir gibt es sehr viel, ihm Freude zu bereiten und ihm beim Sex seine Wünsche zu erfüllen. Ich finde das – und das wieder ein passendes Wort – sehr befriedigend.
- Meine Befriedigung Allerdings mache ich das zugegebenermaßen nicht ganz uneigennützig. Denn es bereitet mir Lust, wenn ich das tue. Das liegt ganz sicher an den eben schon erwähnten Glückshormonen, aber nicht nur. Jeder Mensch hat seine Sex-Trigger. Körperlich, aber auch im Kopf. Und der Gedanke daran, ihm seiner Befriedigung zu „dienen“, sein Sexspielzeug zu sein, macht mich einfach an. Und wenn er mich das dann auch noch körperlich spüren lässt, das ich genau dafür da bin (indem er dominant auftritt und ich mich ihm devot gebe), kickt mich das im Kopf unheimlich. Ich finde das sehr naughty und lustfördernd
Es ist mir aber wichtig, dazu zwei Dinge klarzustellen: Mir ist diese Rollenverteilung sehr bewusst. Ich will sie so, gebe dazu also mein Einverständnis. Ich möchte im Bett freiwillig devot sein und nicht dazu gezwungen werden. Das ist ein sehr wichtiger Unterschied.
Das andere ist, dass das nicht heißt, dass es im Bett nur nach seinem Willen geht. Natürlich habe ich beim Sex mehr Bedürfnisse als nur devot zu sein. Wie ich ja schon sagte, ist es ein Spiel. In dem ich gerne die Devote gebe. Aber trotzdem möchte ich, dass Dinge passieren, die ich auch mag. Darum verstehe ich die Rolle der dominanten Person so, dass sie die Führung übernimmt. Dabei sollte die dominante Person aber so empathisch sein, dass sie versteht, was die devote Person mag und darauf achtet, dass – verpackt in dem Spiel – auch Dinge passieren, die für die devote Person lustbringend sind.
Einfaches Beispiel: Wenn ich sehr auf die Missionar stehe und er das weiß, dann ist es perfekt, wenn er mich beim Sex dominant auf die Matratze drückt und mir seinen Willen zeigt, dass er mich jetzt genau so nehmen möchte und ich mich seinem Willem unterordnen soll – was ich auch tue. Wobei wir aber beide dabei wissen, dass das jetzt genau der Part ist, in dem er auf meine Sexwünsche eingeht. So funktioniert das Spiel.
Die Rolle der dominanten Person finde ich anspruchs- und verantwortungsvoll. Die Person hat auf vieles zu achten, damit das Spiel gut funktioniert. Doch es lohnt sich. Ich als devote Person kann mich viel besser fallen lassen und den Sex mehr genießen, wenn ich die Kontrolle abgebe und nicht führen muss. Stattdessen konzentriere ich mich ganz darauf, das gut zu tun, was ich gerade mache und er von mir möchte. Wovon er dann wiederum ebenfalls profitiert. So ist das bei einem guten Spielzeug. 😉
Sex geht nicht ohne Macht
In der heutigen Zeit soll alles gleichberechtigt sein. Und das finde ich auch vollkommen richtig. Nur glaube ich, dass das im Bett nicht funktioniert. Viele Menschen empfinden ihren Sex als gleichberechtigt. Weil keiner das alleinige Sagen hat. Ist okay, für mich sind das aber einfach Switcher, die sich nicht auf eine alleinige Rolle als dominant oder devot festlegen wollen.
Sex geht nicht ohne Machtspiele (da haben wir es wieder, das Wort 😉 ). Es ist genau diese Dynamik, die es so spannend macht. Jede Position, jede Stellung kann ich in dominant und devot unterteilen. Die Natur hat hier in meinen Augen auch eine gewisse Rollenverteilung vorgenommen: Der Mann steckt seinen Schwanz in die Frau. Er gibt, sie nimmt auf. Klingt das „gleichberechtigt“? Warum stecken wir Frauen nicht auf was in ihn rein? Ich finde, allein daraus ergibt sich schon ein erstes Machtgefälle. Darum ist es für mich eindeutig: Sex hat viel mit Macht haben zu tun.
Ich stelle mich da aber nicht gegen andere Interpretationen. Wer sagt, bei ihm laufe beim Sex alles gleichberechtigt ab und es gebe niemanden, der dominant oder devot ist, meinetwegen. Für mich sind das einfach Leute, die immer wieder die Rollen wechseln…und das Spiel sehr unbewusst erleben.
Und dann denke ich mir jedes Mal: Schade eigentlich. Denn ihnen ist vermutlich gar nicht bewusst, was für ein tolles Spiel ihnen da entgeht.
Wie siehst du das? Gibt es gleichberechtigten Sex oder ist hat Sex auch immer etwas mit Macht zu tun? Bist du beim Sex lieber dominant oder eher devot – und warum? Schreib mir gerne etwas dazu, entweder hier in den Kommentaren oder auf Social Media.
xoxoxo
Deine Lisa – your secret sexy girl next door
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