Das fickt mein Hirn – der Sex im Kopf

Sex im Kopf

Beim Sex spielt sich eine ganze Menge körperlich ab. Doch was ist mit dem Kopf? Wie wichtig es ist, dass auch der Sex im Kopf stimmt und wie er deinen Sex verbessert, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Kopf und Körper

Sex zu haben, bedeutet, sich körperlich zu stimulieren und die Lustzentren anzusprechen. Berührungen, Gerüche und Geräusche, einen anderen Körper zu sehen und zu schmecken – beim Sex werden alle Sinne angesprochen. Sex zu haben, beschränkt sich aber nicht alleine darauf, dass es körperlich wird. Den Körpern kommt beim Sex natürlich eine wichtige Rolle zu, doch keinesfalls sollte man unterschätzen, dass sich auch im Gehirn eine ganze Menge abspielt.

Unser Kopf ist nämlich ziemlich mächtig. Ich würde sogar sagen: mindestens genauso mächtig wie unser Körper. Ein Beispiel hierzu: Ihr seid zu zweit, es geht heiß er zwischen euch. Ihr knutscht, ihr leckt, ihr fasst euch an. Ihr seid beide aufgeheizt – ihr wollt Sex! Doch dann kriegt er die Kondompackung nicht auf oder das Kondom nicht richtig über sein Glied gezogen…es scheint ewig zu brauchen. Oder plötzlich klopft eines der Kinder an der Tür und hat gerade jetzt eine ganz wichtige Frage. Und die Stimmung ist dahin, die Lust auf Sex fällt plötzlich ab. Aber warum? Die Berührungen waren doch schön und sind weiterhin. Alle Sinne können wieder angesprochen werden. Die Antwort ist ganz einfach: Der Kopf hat keinen Bock mehr. Der Sex im Kopf ist kaputt.

Der Kopf will mitgenommen werden

Wenn der Kopf nicht mitspielt, ist beim Körperlichen eigentlich nichts mehr zu retten. Männer merken das besonders schmerzhaft (nicht im wortwörtlichen Sinne), indem die Erektion verloren geht und vielleicht auch nicht mehr wiederkommt – zumindest in dem Moment. Klar kann man zum Arzt gehen und das Körperliche abchecken lassen. Sollte man sicherlich auch. Wenn es aber keine Hinweise für gesundheitliche Probleme gibt, dann hat sich der Kopf eingeschaltet und keine Lust mehr auf Sex gehabt. Und in einem solchen Fall folgt der Körper dem Kopf. Ich glaube, im Grunde weiß man als Mann auch, ob ich wirklich aufgeheizt war und er wollte einfach nicht stehen oder ob ich mit dem Kopf auf einmal ganz woanders war. Manchmal reicht im Techtelmechtel schon ein falsches Wort, ein unbedachter Kommentar oder ein merkwürdiges Geräusch – und der Kopf entscheidet: „Nö, sorry, aber jetzt ist die Stimmung dahin. Ich will nicht mehr.“

Frauen kennen das genauso. Es ist hier körperlich vielleicht nicht so offensichtlich, aber auch bei Frauen spielt der Kopf eine große Rolle und ist mitentscheidend für die Lust. Und je bewusster mir das ist, umso besser kann es mir gelingen, auch den Kopf in Stimmung zu bringen.

Wenn man beim Sex an jemand anderen denkt…

Na, schon mal beim Sex an jemand anderen gedacht? Keine Sorge, ich erwarte darauf keine Antwort. Bei mir ist keine Rechtfertigung nötig. Ich will nicht sagen, jeder hatte das schon mal, aber es sind bestimmt nicht wenige. Beim Sex an jemand anderen zu denken, ist für mich ein typisches Beispiel für Sex für den Kopf. Der Gedanke an den Sex mit jemand anderen sorgt hier im Kopf für sexuelle Stimulation. Hinzu kommt das, was körperlich gerade gefühlt wird. Und zusammen ergibt das guten Sex.

Aber nein, ich will nicht dazu raten, beim Sex an jemand anderen zu denken, damit der Kopf ebenfalls Spaß beim Sex hat. Das war nur ein Beispiel. Bitte nicht (mit Absicht) falsch verstehen. 😉

Für den Kopf gibt es ganz unterschiedliche Trigger. Der Gedanke an eine andere Person ist nur einer davon. Genauso können wir von Handlungen getriggert werden. Von Situationen. Von Berührungen an bestimmten Stellen. Von Sexstellungen. Die Möglichkeiten sind schier unendlich.

Ich nehme mal mich als Beispiel: Ich stehe auf dominante Männer beim Sex. Auf Männer, die mich dabei führen. Hier können mich simple Berührungen triggern, die ich als dominant interpretiere. Zum Beispiel das Herunterdrücken meines Kopfes. Fester angepackt zu werden. Seine Hand an meinem Hals. In dem Moment, wo ich denke: „Oh, das war dominant, geil.“ zündet bei mir der Trigger. Handlungen können das auch auslösen. Oder Sexstellungen. Ich kann von Analsex nicht kommen, weil es mich körperlich nicht so sehr stimulieren kann. Aber wenn es zu Analsex kommt, triggert mich das bewusst machen darüber, was ich da tue und wie dirty und naughty das eigentlich ist, so sehr meinen Kopf, dass ich es geil finde. Oder wenn ich mich vor ihm bewusst devot gebe, ihm mich zum Beispiel beim Blasen unterordne und ihm das zeige, triggert mich das. Auch zu sehen und zu hören (Männer, Stöhnen bitte!!), wie es ihm gefällt, was ich mache, ist purer Sex für meinen Kopf und steigert meine Lust.

So fickst du deinen Kopf

Ich weiß nicht, wie bewusst du dir bist, welch wichtige Rolle der Kopf beim Sex spielt. Vermutlich nimmt man das am ehesten noch bewusst wahr, wenn der Kopf gerade mal wieder mit Gedanken dazwischen funkt, die mir nicht gefallen: „Warum musste ich ausgerechnet jetzt sowas denken, ich war doch gerade so gut in Stimmung?“ Es geht aber auch anders herum.

Die Kunst ist es, deinen Kopf zu deinem Freund beim Sex zu machen. Ihn zu stimulieren, dann wird der Sex richtig gut. Dafür musst du nur wissen, wie du ihn triggern kannst. Das findest du leicht heraus, indem du dir bewusst machst, was dich zwar anmacht, aber nicht rein körperlich begründet ist. Ja klar, wenn er dich am Nacken küsst oder deine Nippel zärtlich leckt, dann ist das heiß und du wirst horny. Das ist körperlich. Wenn du aber von ihm in der Doggy-Stellung genommen wirst und du die Stellung und die Situation gerade so geil findest, ist das der Kopf. Oder wenn du deine neuen Dessous anhast und du dich darin so unheimlich sexy fühlst, dann ist das dein Kopf. Denn garantiert siehst du auch in anderen Dessous super aus, würde dein Freund dir sagen. Aber in deiner Vorstellung, in deinem Kopf, sind es nun einmal gerade diese.

Finde diese Trigger. Finde heraus, was sie sind. Was macht dich besonders horny, was nicht rein aus dem Körperlichen kommt? Wenn du das einmal weißt, hast du gewonnen. Dann kannst du diese Trigger ganz bewusst immer wieder eskalieren und deinen Sex noch besser werden lassen.

Leider heißt das aber nicht, dass du damit jeden Sex großartig werden lassen kannst. Dein Kopf lässt sich leider nicht verarschen. Wenn der blockiert ist, weil du irgendwelche Sorgen oder Stress hast, werden vermutlich die besten Trigger nichts helfen. Aber sie können aus guten Sex sehr guten Sex machen. Und mal ganz ehrlich: Wer will nicht sehr guten Sex haben? 🙂

Was denkst du darüber? Spielt der Kopf eine wichtige Rolle beim Sex? Kennst du Kopf-Trigger von dir, die Sex für dich noch besser werden lassen? Schreib mir gerne etwas dazu, entweder hier in den Kommentaren oder auf Social Media.

xoxoxo

Deine Lisa – your secret sexy girl next door

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