In den letzten Tagen habe ich mich etwas zurückgezogen. Nach dem Reinfall auf der Erstsemester-Party fühlte ich mich niedergeschlagen. Darum habe ich zugesehen, dass ich mich mehr auf die Unisachen konzentriere, habe zum Ablenken etwas Netflix auf dem Laptop geschaut und sonst nichts groß gemacht. Sarah blieb das nicht verborgen. Sie schaute rein und verabredete sich mit mir. Sie meinte nur, ich müsste mal abgelenkt werden.
Schlagwort: tagebuch
Der Party-Reinfall
Ich fühlte mich etwas nervös bei dem Gedanken, alleine feiern zu gehen. Irgendwie ist es komisch, alleine loszugehen. Man kommt sich vor, als habe man keine Freunde, gehöre nicht dazu und hofft gleichzeitig, irgendwie coole Leute zu finden, mit denen man abhängen kann. Doch nicht loszugehen, war für mich auch keine Option. Denn vielleicht wird es ja doch ganz gut. Und man könnte ja was verpassen. Außerdem bin ich nach Berlin gekommen, um aus meiner Komfortzone zu kommen. Der Entschluss stand also fest: Ich werde heute auf die Erstsemester-Party gehen. Allein.
Meine Wohngemeinschaft
Warum habe ich mich dazu entschieden, nach Berlin zu gehen, hier zu studieren? Klar, mein Studiumswunsch „Wirtschaftskommunikation“ kann ich hier absolvieren, doch das ist nicht der einzige Grund. Ich wollte weit weg von zu Hause, um auf eigenen Beinen zu stehen. Weg vom Bekannten, von der Komfortzone, hin zum Unbekannten und der Herausforderung. Berlin schien mir dafür der richtige Ort zu sein. Hier gibt es alles…und hier gibt es jeden.
Mein erster Tag in Berlin
Heute ist der große Tag: Mein neues Leben beginnt. Weg von zu Hause, von der Vergangenheit und vom Ex-Freund. Aber auch weg von meiner Mum, meiner besten Freundin, der vertrauten Schule und meinen Freunden. Es ist schon ein komisches Gefühl, als ich mich in meinem neuen 20qm-Reich umschaue. Hier werde ich also die nächsten Jahre leben, in einem Zimmer in einem Berliner Studentenwohnheim. Weit weg von zu Hause. Ich atme tief durch.




